DIN 18197 Fugenbänder im Beton 2026: Typen, Einbau & 5 typische Fehler

Die DIN 18197 ist die zentrale deutsche Norm für das Abdichten von Fugen im Beton mit Fugenbändern. Sie regelt, wie Arbeitsfugen, Dehnungsfugen und Anschlussfugen in Betonbauteilen wasserdicht abgedichtet werden müssen – ein zentrales Thema bei WU-Beton-Kellern (Weiße Wanne), Bodenplatten, Schwimmbädern, Behältern und Tiefgaragen. Wer einen Keller bauen lässt, eine Bodenplatte gießt oder ein Schwimmbad einbaut, muss die DIN 18197 kennen – sonst hat er später Wasser im Keller, Risse in der Bodenplatte oder eine undichte Weiße Wanne. In diesem Ratgeber erfährst du alles über die DIN 18197: Fugenband-Typen (Außen-, Innen-, Quellfugenbänder), Materialien, Einbauanweisungen, Kosten 2026 und die 5 häufigsten Fehler. Inklusive Produkt-Empfehlungen für DIY und Profi.

Du planst gerade einen Keller oder lässt eine Bodenplatte für dein Haus gießen? Dann begegnet dir früher oder später ein Begriff, der in der Praxis oft falsch verstanden wird: das Fugenband. Diese unscheinbaren Bänder – meist aus PVC, Elastomer oder Bentonit – sind die unsichtbaren Helden jedes wasserdichten Betonbaus. Sie verhindern, dass Wasser durch die Arbeitsfugen zwischen Bodenplatte und Wand in deinen Keller läuft. Wer sie falsch einbaut oder ganz weglässt, baut sich Probleme ein – die meist erst Jahre später sichtbar werden.

Die kurze Antwort: Die DIN 18197 ist die deutsche Norm „Abdichten von Fugen im Beton mit Fugenbändern“. Sie regelt seit Jahrzehnten, welche Fugenbänder es gibt, wo sie einzusetzen sind und wie sie korrekt eingebaut werden. Besonders wichtig ist sie beim Bau einer Weißen Wanne (WU-Beton-Keller) – hier entscheiden die Fugenbänder über Wasserdichtheit oder Wassereinbruch. Aber auch bei Schwimmbädern, Behältern, Klärwerken und Tiefgaragen ist die DIN 18197 das Maß aller Dinge.

Was ist die DIN 18197 eigentlich?

Die DIN 18197 trägt den vollständigen Titel „Abdichten von Fugen im Beton mit Fugenbändern“. Sie ist die maßgebliche deutsche Norm für die Planung und Ausführung von Fugenabdichtungen in Betonbauteilen, die wasserdicht sein müssen. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 2018.

Die DIN 18197 wirkt in einem Geflecht weiterer Normen:

NormAnwendungsbereich
DIN 18197Fugenbänder im Beton (Einbau, Material)
DIN EN ISO 1872Polyethylen-Werkstoffe
DIN 7865PVC-P-Fugenbänder (Materialvorgaben)
DIN 7864Elastomer-Fugenbänder
DIN 18533Bauwerksabdichtung (außen)
DIN EN 1992 / Eurocode 2Bemessung Beton (WU-Beton)
DAfStb-Richtlinie WU-BetonWasserundurchlässige Bauwerke

Wichtig: Die DIN 18197 ist eine anerkannte Regel der Technik. Wer sie nicht beachtet, baut nicht regelkonform – und im Schadensfall (Wassereintritt durch Fuge) haftet der Planer oder Bauunternehmer. Bei Eigenleistung haftet der Bauherr selbst.

Wer sich vor dem Kellerbau mit allen relevanten Themen befassen will, sollte den parallelen Ratgeber DIN 18533 Bauwerksabdichtung lesen – beide Normen wirken im Kellerbau eng zusammen.

Wofür braucht man Fugenbänder überhaupt?

Beton ist nicht wasserdicht, wenn Fugen vorhanden sind. Bei jedem Betonbau entstehen Fugen:

FugentypWann entsteht sie?
Arbeitsfugezwischen zwei Betonierabschnitten (z. B. Bodenplatte → Wand)
Dehnungsfuge / Bewegungsfugebei großen Bauwerken zur Aufnahme von Bewegungen
Anschlussfugebei Anschluss von Beton an andere Materialien (z. B. Mauerwerk)
Setzungsfugezwischen Bauteilen mit unterschiedlicher Setzung
PressfugeAnschlussfuge zwischen Fertigteilen

An jeder dieser Fugen besteht die Gefahr, dass Wasser durchdringt – egal ob von außen (Grundwasser, Bodenfeuchte) oder von innen (z. B. bei Schwimmbecken). Genau hier setzt die DIN 18197 an: Sie definiert die Fugenbänder, die diese Schwachstellen abdichten.

Die Hauptarten von Fugenbändern

Die DIN 18197 unterscheidet mehrere Hauptkategorien von Fugenbändern. Welche du brauchst, hängt von der Einbausituation, der Wasserbelastung und der Bauweise ab.

1. Außenliegende Fugenbänder

Werden direkt vor dem Betonieren auf der Außenseite (wasserseitig) der Fuge montiert. Die Bewehrung wird über die Mittellinie geführt.

MaterialTypische Anwendung
PVC-P (weichgemacht)Standard bei Weißer Wanne, Bodenplatte-Wand-Fuge
Elastomer (z. B. EPDM)bei hoher chemischer Belastung

2. Innenliegende Fugenbänder

Werden in der Mitte der Fuge eingebaut, eingebettet im Beton. Müssen also vor dem Betonieren positioniert werden.

MaterialTypische Anwendung
PVC-P innenliegendbei WU-Beton-Wänden
Elastomer innenliegendbei besonderen Anforderungen

3. Quellfugenbänder (Quellbänder)

Spezielle Bänder, die bei Wasserkontakt aufquellen und dadurch die Fuge dicht halten. Sehr beliebt bei nachträglichem Einbau.

MaterialFunktion
Bentonit-Quellbandquillt bei Wasser auf das 8 – 15-fache
Hydrophiles Quellband (z. B. Acrylpolymer)gezielt steuerbar

4. Beschichtete Fugenbänder

Sind beschichtet mit Kleber oder Quellmaterial. Werden meist auf bestehendem Beton montiert (nachträglicher Einbau, Sanierung).

5. Injektionsschläuche

Spezielle Schläuche, durch die nach dem Betonieren ein Dichtmittel injiziert wird – beim Auftreten von Undichtigkeiten.

Welches Fugenband für welche Anwendung?

Die richtige Wahl hängt vom Einbauort und der Wasserbelastung ab:

AnwendungEmpfohlenes Fugenband
Bodenplatte-Wand-Fuge im WU-KellerAußenliegendes PVC-P-Band oder Quellband
Wand-Wand-Fuge im WU-KellerInnenliegendes PVC-P-Band
Anschluss Bodenplatte an StreifenfundamentQuellband (Bentonit)
Schwimmbad-BeckenAußenliegendes PVC-P oder Elastomer
TiefgarageInnenliegendes Band
Klärwerk, chemisch belastetElastomer (EPDM, NBR)
Wasserbehälter TrinkwasserKTW-zugelassenes Band

Bewährte Hersteller von Fugenbändern in Deutschland sind:

  • MAX FRANK (z. B. Stremaform Fugenbänder, sehr verbreitet)
  • Sika (z. B. Sika Waterbar, Sika Hydrotite Quellband)
  • PCI (z. B. PCI Pecitape Fugenband)
  • VEDAG / KÖSTER (Bentonit-Quellbänder)
  • Schomburg (z. B. AQUAFIN-Fugenband)
  • VINNOLIT / RKS (PVC-P-Fugenbänder)

Alle diese Marken sind seit Jahrzehnten im Tiefbau etabliert. Sie werden meist über den Tiefbau-Fachhandel oder den Baustoffhandel vertrieben – nicht über Amazon oder OBI. Wer im Baumarkt-Bereich einkauft, bekommt für kleinere DIY-Projekte einfache Quellbänder von Marken wie Soudal Quellband* oder illbruck Quellband* – beides etablierte Produkte für kleinere Anwendungen.

Materialien im Detail: Was sind die Unterschiede?

PVC-P (weichgemacht)

Das mit Abstand häufigste Material für Fugenbänder. Vorteile: günstig, gut verarbeitbar, langlebig, in vielen Größen verfügbar. Nachteile: enthält Weichmacher, nicht chemikalienresistent, bei sehr niedrigen Temperaturen spröde.

Typische Anwendung: Weiße Wanne, Bodenplatte-Wand-Fuge, normale Hochbau-Anwendungen.

Elastomer (EPDM, NBR)

Hochwertiges Material mit besserer Beständigkeit gegen Chemikalien, UV und extreme Temperaturen. Vorteile: sehr langlebig, hohe Flexibilität. Nachteile: teurer als PVC-P, schwieriger zu verschweißen.

Typische Anwendung: Klärwerke, Schwimmbäder mit chemikalischer Belastung, Sonderanwendungen.

Bentonit-Quellbänder

Bentonit ist ein natürlicher Quelltonton, der bei Wasserkontakt aufquillt und die Fuge dicht presst. Vorteile: einfacher Einbau, selbstheilend bei kleinen Rissen, naturbasiert. Nachteile: empfindlich gegen frühen Wasserkontakt vor Einbau, quellt einmal und reagiert dann schwächer auf weitere Bewegungen.

Typische Anwendung: Anschluss Bodenplatte-Streifenfundament, nachträglicher Einbau, sekundäre Sicherung.

Hydrophile Quellbänder (Acrylpolymer)

Synthetische Quellbänder mit kontrollierterem Quellverhalten als Bentonit. Vorteile: präzise Quellgeschwindigkeit, mehrfaches Quellen möglich. Nachteile: teurer als Bentonit.

Typische Anwendung: Anspruchsvolle WU-Anwendungen, wenn Bentonit nicht reicht.

Einbau-Anweisungen nach DIN 18197

Die DIN 18197 regelt nicht nur das Material, sondern vor allem den korrekten Einbau. Hier die wichtigsten Punkte:

Einbau außenliegender Fugenbänder

  1. Position prüfen: Bewehrung muss über die Mittellinie geführt werden
  2. Befestigung: mit Krampen, Klemmen oder Anschluss-Profilen an der Schalung
  3. Überlappungen: mindestens 5 cm, immer verschweißen
  4. Eckausbildung: vorgefertigte Eck- und T-Stücke verwenden
  5. Schutz beim Betonieren: Band darf nicht verkippen oder eingedrückt werden
  6. Beton beim Verdichten: sorgfältig um das Band rütteln, ohne es zu beschädigen

Einbau innenliegender Fugenbänder

  1. Mittige Positionierung in der Fugenebene
  2. Befestigung an der Bewehrung mit Bindedraht
  3. Überlappungen mindestens 8 cm, immer verschweißen
  4. Ecken mit Originalformteilen
  5. Beim Betonieren Verkippung vermeiden

Verschweißen von Fugenbändern

Stöße müssen immer thermisch verschweißt werden – nicht einfach überlappt. Das gilt für PVC-P-Bänder. Bentonit-Bänder werden meist überlappt und mit Klebstoff fixiert.

VerschweißungWerkzeug
PVC-P thermischHeißluftföhn oder Spezialschweißgerät
ElastomerSpezialschweißgerät
BentonitÜberlappung + Klebstoff

Für DIY-Verschweißungen von Fugenbändern im kleinen Maßstab eignet sich ein Heißluftföhn der Profi-Klasse wie der Bosch GHG 20-63 Heißluftpistole* oder die Steinel HG 2620 E* – beide sind etablierte deutsche Geräte und in Profi-Qualität verfügbar.

Die Weiße Wanne und Fugenbänder

Eine der wichtigsten Anwendungen der DIN 18197 ist der Bau einer Weißen Wanne – also eines Kellers aus wasserundurchlässigem Beton ohne zusätzliche Außenabdichtung mit Bahnen. Hier sind Fugenbänder essentiell.

SchwachstelleLösung mit Fugenband
Bodenplatte-Wand-ÜbergangAußenliegendes Fugenband + Quellband sekundär
Wand-StoßInnenliegendes Fugenband
Bodenplatte-StreifenfundamentQuellband Bentonit
MauerdurchführungenSpezialmanschetten
Lichtschacht-AnschlussQuellband + Dichtschlämme

Die Weiße Wanne ist nur so gut wie ihre Fugen. Wer am Fugenband spart, bekommt eine grau-feuchte Wanne. Mehr zum Vergleich zwischen Weißer Wanne und Schwarzer Wanne findest du im Ratgeber DIN 18533 Bauwerksabdichtung.

Schwimmbäder und Behälter

Auch bei Schwimmbädern, Pools und Wasserbehältern spielt die DIN 18197 eine zentrale Rolle. Hier kommt Wasser meist von innen statt von außen:

BereichAnforderungen
Pool-WandAußenliegendes PVC-P-Band, chlorbeständig
Pool-BodenAußenliegendes Band, hohe Stärke
TrinkwasserbehälterKTW-zugelassene Bänder
KlärwerkElastomer-Bänder (chemikalienbeständig)
RegenrückhaltebeckenStandard PVC-P

Bei einem Schwimmbad im Garten empfehle ich grundsätzlich professionelle Beratung durch einen Bauphysiker oder Sachverständigen aus unserem Experten-Netzwerk – hier können schon kleine Fehler zu großen Schäden führen.

Werkzeug und Hilfsmittel für die Eigenmontage

Wer kleinere Fugenband-Arbeiten selbst macht oder dabei sein will, braucht das richtige Werkzeug. Ich empfehle nur Produkte, die ich kenne und die sich am Markt bewährt haben:

WerkzeugEmpfehlung
HeißluftföhnBosch GHG 20-63*
Profi-HeißluftföhnSteinel HG 2620 E*
WasserwaageStabila Type 96-2 100 cm*
Laser-EntfernungsmesserBosch GLM 50-27 CG*
Bindedraht für FugenbandConnex Bindedraht*
Schere für PVC-BänderKnipex Werkstattschere*
Quellband DIYSoudal Quellband*
Acryl/PU-Klebstoff für QuellbänderSoudal Fix All*
Feuchtemessgerät BetonTrotec BM 40 Feuchtemessgerät*

Alle genannten Marken sind etablierte Klassiker im deutschen Markt – Bosch, Steinel, Stabila, Connex, Knipex, Soudal, Trotec. Bei keiner musst du Sorge haben, dass das Produkt nicht existiert oder nicht funktioniert.

Für größere Quellbänder und professionelle Fugenbänder empfehle ich den Tiefbau-Fachhandel oder Hersteller-Direktbezug bei Sika, MAX FRANK, PCI und Schomburg. Diese Produkte sind nicht für DIY gedacht und werden meist im Bündel-Pack an Fachbetriebe verkauft.

Was kostet eine fachgerechte Fugenband-Abdichtung 2026?

Die Kosten richten sich nach Material, Länge und Aufwand. Hier eine realistische Übersicht für 2026:

Material-Kosten (pro Laufmeter)

Fugenband-TypPreis pro lfm
PVC-P-Fugenband außenliegend6 – 15 €
PVC-P-Fugenband innenliegend8 – 18 €
Elastomer-Fugenband (EPDM)25 – 50 €
Bentonit-Quellband (Standard)5 – 12 €
Hydrophiles Quellband15 – 30 €
Injektionsschlauch12 – 25 €

Montage-Kosten

LeistungKosten
Montage Fugenband (Aufpreis im Tiefbau)8 – 20 € pro lfm
Verschweißen Fugenband15 – 35 € pro Verbindung
Eckverbindung mit Originalformteil30 – 80 € pro Stück
Beratung Bauphysiker (Sonderfall)800 – 2.500 € (pauschal)

Beispiel: Weiße Wanne EFH

Für einen typischen Keller in einem Einfamilienhaus (z. B. 9 × 12 m) brauchst du etwa 80 – 100 Laufmeter Fugenbänder:

PostenKosten
Fugenband-Material (PVC-P außenliegend)800 – 1.500 €
Quellband sekundär400 – 800 €
Eckformteile + Verschweißungen300 – 700 €
Mehraufwand Bauarbeiter Einbau800 – 1.500 €
Gesamt-Mehrkosten gegenüber Standard2.300 – 4.500 €

Im Vergleich zu möglichen Sanierungskosten bei einem undichten Keller (15.000 – 60.000 Euro) ist das eine Investition, die sich vielfach lohnt.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Anwendung der DIN 18197

Auch wenn die Norm präzise ist – in der Praxis passieren immer wieder die gleichen Fehler.

Fehler 1: Falsche Position des Fugenbands

Der häufigste Fehler. Außenliegende Bänder müssen wasserseitig (also außen) eingebaut werden. Wer sie auf der Innenseite installiert, hat die Wirkung halbiert oder ganz aufgehoben.

So vermeidest du den Fehler: Vor dem Betonieren prüfen, ob die Position stimmt. Bauleitung oder Sachverständigen einbinden – bei der Weißen Wanne gibt es nur eine Chance.

Fehler 2: Stöße nur überlappt, nicht verschweißt

Wer PVC-P-Bänder nur überlappt, hat zwar eine optische Verbindung, aber keine wasserdichte. Das Wasser sucht sich seinen Weg durch die Überlappung.

So vermeidest du den Fehler: PVC-P-Stöße immer thermisch verschweißen. Bentonit-Bänder dürfen überlappt werden – aber mit Klebstoff und Mindestüberlappung von 8 – 10 cm.

Fehler 3: Quellband bekommt vor Einbau Wasser ab

Bentonit-Quellbänder quellen beim ersten Wasserkontakt. Wenn sie bei Regen vor dem Einbau nass werden, ist die Quellfähigkeit aufgebraucht. Folge: undichte Fuge.

So vermeidest du den Fehler: Quellbänder vor Einbau trocken lagern und schnell einbauen. Bei Regen Bauarbeiten verschieben oder Bänder schützen.

Fehler 4: Beton beim Verdichten zu hart gerüttelt

Wenn beim Verdichten des Betons der Rüttler direkt am Fugenband ansetzt, kann das Band verkippen, sich lösen oder beschädigt werden. Die Fuge wird undicht.

So vermeidest du den Fehler: Beim Einrütteln Abstand zum Fugenband halten. Erfahrene Bauarbeiter wissen das – bei unerfahrenen Teams unbedingt Bauleiter dabei haben.

Fehler 5: Anschluss an angrenzende Bauteile vergessen

Das beste Fugenband nützt nichts, wenn der Anschluss an Mauerwerk, Bodenplatte oder Streifenfundament nicht passt. Hier endet die Wasserdichtheit – und das Wasser sucht sich seinen Weg.

So vermeidest du den Fehler: Bei jedem Anschluss klare Detailplanung. Quellband oder Anschluss-Profile verwenden. Vor Verdeckung Fotos machen – im Schadensfall dein Beweismittel.

Wer plant und prüft Fugenbänder?

Folgende Berufsgruppen befassen sich mit der Fugenband-Planung und -Prüfung:

  • Bauingenieure / Tragwerksplaner (Statik, WU-Beton-Planung)
  • Bauphysiker (komplexe Anschlüsse)
  • Architekten (im Rahmen der Bauplanung)
  • Bauunternehmen / Bauleiter (Ausführung)
  • Bausachverständige (bei Schadensgutachten)

Bei jedem Kellerbau mit Weißer Wanne ist eine Detailplanung der Fugenbänder Pflicht – das macht entweder der Statiker oder ein spezialisierter Tiefbau-Planer.

Bei Streit, Wassereinbruch oder Bestandsbewertung lohnt sich ein Bausachverständiger. Über unser Experten-Netzwerk auf Bau mal Schlau findest du zertifizierte Bausachverständige, Bauingenieure und Bauphysiker aus deiner Region, die deine Fugenband-Planung nach DIN 18197 prüfen, im Schadensfall Gutachten erstellen und bei Versicherungsfragen unterstützen. Bei Wassereinbruch im Keller zählt jeder Tag – schnelle Hilfe spart oft tausende Euro Folgekosten.

DIN 18197 und Sanierung bestehender Bauwerke

Bei der Sanierung bestehender Bauwerke (Keller, Tiefgarage, Schwimmbad) ist die nachträgliche Abdichtung mit Fugenbändern schwierig – aber möglich.

SanierungsmaßnahmeLösung
Undichte Arbeitsfuge im BestandInjektion mit Acrylgel oder Polyurethan
Anschlussfuge undichtnachträgliches Quellband + Dichtschlämme
Riss im BetonInjektion mit Spezialharz
Komplette SanierungSchwarze Wanne (Außenabdichtung mit Bahnen)

Für die Injektion gibt es spezielle Systeme (z. B. Sika InjectionSchomburg Injekt). Sie werden über das Tiefbau-Fachhandel vertrieben und sind nur für Profis geeignet. Bei Sanierungen empfehle ich unbedingt einen Bausachverständigen aus dem Experten-Netzwerk hinzuzuziehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur DIN 18197

Fazit: DIN 18197 – Die unsichtbaren Helden jedes wasserdichten Betonbaus

Die DIN 18197 ist 2026 die zentrale Norm für jeden, der einen wasserdichten Betonbau plant, baut oder bewertet. Sie regelt die Fugenbänder, die zwischen Bodenplatte und Wand, in Schwimmbecken und in Behältern unsichtbar arbeiten – und über Dichtheit oder Wassereinbruch entscheiden. Wer sie korrekt anwendet, bekommt einen Keller, der 80 – 100 Jahre dicht bleibt. Wer sie ignoriert oder Fehler macht, hat Wasser im Hobbyraum und Sanierungskosten in fünfstelliger Höhe.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Ratgeber:

Erstens: Fugenbänder sind die Achillesferse des wasserdichten Betonbaus. Bei der Weißen Wanne entscheiden sie über Dichtheit oder Schaden.

Zweitens: Das richtige Material wählen. PVC-P ist Standard für die meisten Anwendungen. Elastomer für chemisch belastete Bereiche. Quellbänder für Anschlüsse und sekundäre Sicherung.

Drittens: Korrekter Einbau ist Pflicht. Position wasserseitig, Stöße verschweißen, Ecken mit Originalformteilen, Beton vorsichtig verdichten.

Viertens: Sparen ist teuer. Mehraufwand für Fugenbänder bei der Weißen Wanne 2.300 – 4.500 Euro – Sanierungskosten bei undichtem Keller 15.000 – 60.000 Euro. Die Rechnung ist klar.

Fünftens: Hol dir bei Planung und Schäden Profi-Hilfe. Über unser Experten-Netzwerk auf Bau mal Schlau findest du zertifizierte Bausachverständige, Bauingenieure und Bauphysiker aus deiner Region, die deine Fugenband-Planung nach DIN 18197 prüfen, bei Wassereinbruch Gutachten erstellen und bei Versicherungsfragen unterstützen. Bei diesem Thema – wo Fehler unsichtbar entstehen und sich erst spät rächen – ist neutrale Expertise jeden Cent wert.

Eine DIN-konforme Fugenband-Planung ist keine bürokratische Pflichtübung, sondern die unsichtbare Lebensversicherung jedes wasserdichten Betonbaus. Mit der DIN 18197 im Hinterkopf und einem guten Planer an deiner Seite bekommst du einen Keller oder ein Schwimmbecken, das deiner Familie ein Leben lang trocken und sicher dient – buchstäblich wasserdicht.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel erklärt die DIN 18197 in eigenen Worten und ersetzt nicht die Originalnorm. Den vollständigen, verbindlichen Normtext sowie die jeweils aktuellen Beiblätter und parallel anwendbare Normen (DIN 7865, DIN 7864, DAfStb-Richtlinie WU-Beton) findest du beim Beuth-Verlag – dem offiziellen Vertrieb der DIN-Normen in Deutschland. Für rechtsverbindliche Auslegungen, konkrete Anwendungen und Schadensgutachten wende dich bitte an einen zertifizierten Bausachverständigen, Bauingenieur oder Bauphysiker.

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