Seerosen im Gartenteich: richtig pflanzen, pflegen und genießen

Seerosen gehören zu den schönsten Wasserpflanzen, die du in deinen Gartenteich setzen kannst – und zu den nützlichsten obendrein. Wer einmal beobachtet hat, wie sich ihre großen Blüten am Morgen langsam öffnen und das Wasser mit Farbe füllen, will auf dieses Schauspiel nicht mehr verzichten. Damit Seerosen aber wirklich gedeihen und Jahr für Jahr üppig blühen, brauchen sie die richtige Sorte, den richtigen Standort und ein bisschen Wissen über ihre Pflege. Genau das bekommst du in diesem Ratgeber – praxisnah, klar und ohne unnötigen Fachjargon.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Seerosen benötigen mindestens 4–6 Stunden direktes Sonnenlicht täglich – ohne Sonne, keine Blüten
  • Die Pflanztiefe hängt von der Sorte ab: Zwerg-Seerosen gedeihen ab 20–30 cm, großwüchsige Sorten brauchen 80–120 cm
  • Nur Teichpflanzerde verwenden – normale Gartenerde trübt das Wasser und schadet dem Ökosystem
  • Düngen ja, aber sparsam: Depot-Stäbchen direkt in den Pflanzkorb, niemals Flüssigdünger ins Wasser
  • Winterharte Sorten überstehen den Winter bei ausreichender Wassertiefe; empfindliche Sorten müssen eingewintert werden
  • Abgestorbene Blätter und Blüten regelmäßig entfernen – das hält das Wasser sauber und fördert neue Blüten

Warum Seerosen im Gartenteich so besonders sind

Seerosen sind keine reinen Dekopflanzen – sie sind echte Multitalente, die deinen Teich auf mehreren Ebenen bereichern. Ihre großen, schwimmenden Blätter beschatten die Wasseroberfläche und entziehen Algen buchstäblich das Licht. Das Ergebnis: weniger Algenblüte, klareres Wasser und ein ausgeglicheneres Teichklima, das Fische und andere Teichbewohner spürbar entlastet.

Gleichzeitig produzieren Seerosen durch Photosynthese Sauerstoff, was gerade in den warmen Sommermonaten für die Wasserqualität entscheidend ist. Fische und Kleinstlebewesen nutzen die Blätter als Schattenspender und Versteck – in heißen Perioden ein echter Überlebensvorteil für deine Teichbewohner.

Und dann sind da natürlich die Blüten selbst. Je nach Sorte erstrahlst du in Weiß, Creme, Rosa, Lachs, Rot, Gelb oder sogar in zweifarbigen Kombinationen. Viele Seerosen öffnen sich morgens und schließen sich am späten Nachmittag wieder – ein natürliches Schauspiel, das du direkt von deiner Terrasse aus genießen kannst. Alles Wichtige rund um Teichplanung und Teichpflege findest du in unserem großen Teich-Ratgeber.

Ein weiterer Vorteil, den viele unterschätzen: Seerosen sind ein klares Signal für die Gesundheit deines Teichs. Eine Seerosenstaude, die gut wächst und regelmäßig blüht, zeigt dir, dass dein Teich im Gleichgewicht ist. Kränkelt sie, stimmt oft etwas mit Wasserqualität, Lichtverhältnissen oder Nährstoffhaushalt nicht. Sie ist damit auch eine Art biologischer Frühwarnsensor.

Seerosen-Sorten: Welche passt zu deinem Teich?

Das Angebot an Seerosen-Sorten ist beeindruckend groß – und das ist gleichzeitig Chance und Stolperfalle. Wer die falsche Sorte wählt, kämpft entweder mit einer Pflanze, die den ganzen Teich überwuchert, oder mit einer Miniaturpflanze, die in einem großen Teich schlicht untergeht. Entscheidend für die Wahl sind die Wassertiefe deines Teichs und die Größe der Wasserfläche.

Zwerg-Seerosen und Miniatur-Sorten sind die richtige Wahl für kleine Teiche, Zubertiche oder Kübel. Sie gedeihen bereits ab 20–40 cm Wassertiefe und bleiben kompakt in ihrer Ausbreitung. Beliebte Sorten sind ‚Pygmaea Helvola‘ mit zartgelben Blüten, ‚Pygmaea Alba‘ in cremeweiß oder ‚Laydekeri Lilacea‘ mit hellrosa Blüten. Diese Sorten passen auch in bepflanzte Holzfässer oder dekorative Wasserbehälter auf der Terrasse.

Mittelgroße Sorten sind für Teiche mit 40–80 cm Wassertiefe ausgelegt und die mit Abstand beliebteste Kategorie im Gartenteich. Der Klassiker schlechthin ist ‚James Brydon‘ mit kräftigen, tiefkarminroten Blüten – robust, blühfreudig und für Anfänger ideal. ‚Froebelii‘ überzeugt mit leuchtendem Rot und sehr langer Blütezeit, während ‚Marliacea Rosea‘ mit zartrosa Blüten eine elegante Alternative für klassisch-romantische Gärten ist. Wer es lieber weiß mag, greift zu ‚Marliacea Albida‘ – eine der edelsten Sorten überhaupt mit großen, reinweißen Blüten und einem dezenten Duft.

Großwüchsige Sorten brauchen tiefe Teiche ab 80–120 cm und viel Platz. Die heimische Nymphaea alba, die weiße Seerose unserer natürlichen Gewässer, gehört in diese Kategorie. Sie ist für Naturteiche und Biotope besonders wertvoll, weil sie heimischen Insekten, Libellen und Amphibien Lebensraum bietet. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau weist ausdrücklich auf den ökologischen Wert solcher naturnah bepflanzter Teiche hin – besonders in Gärten, die zur Artenvielfalt beitragen sollen. Mehr dazu findest du auf galabau.de.

Ein Tipp aus der Praxis: Im Zweifel lieber eine etwas kleinere Sorte wählen. Zu kleine Seerosen lassen sich umtopfen oder umsetzen – zu große lassen sich kaum noch bändigen, ohne den Teich zu dominieren.

Du überlegst außerdem, ob Teichfolie oder Fertigteich besser zu deiner Planung passt? Einen hilfreichen Vergleich liefert unser Artikel Teichfolie vs. Fertigteich.

Seerosen pflanzen: So geht es Schritt für Schritt

Das Einpflanzen von Seerosen ist kein Hexenwerk – aber es gibt ein paar entscheidende Details, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wer diese kennt, erlebt seine Seerosen schon im ersten Jahr in voller Blütenpracht.

Der richtige Zeitpunkt: Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen liegt zwischen Mai und August, wenn das Teichwasser mindestens 15–18 °C warm ist. Bei zu kaltem Wasser kommt die Pflanze schlechter an und wächst langsamer. Kaufst du Seerosen als Rhizom (Wurzelstock) im frühen Frühjahr, kannst du sie auch schon ab April einsetzen – aber erst, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Fertig vorgezogene Pflanzen aus dem Gartencenter setze sofort nach dem Kauf ein.

Die richtige Erde: Das ist der häufigste Fehler überhaupt. Normale, humusreiche Gartenerde hat in einem Teich-Pflanzkorb nichts zu suchen. Sie ist zu nährstoffreich, trübt das Wasser sofort und fördert massiv Algenwachstum. Verwende ausschließlich spezielle Teichpflanzerde, die nährstoffarm ist und das Wasser nicht belastet. Gut geeignete Teichpflanzerde für Wasserpflanzen* findest du direkt bei OBI im Garten- und Teichbereich.

Der Pflanzkorb: Seerosen werden nicht direkt in den Teichboden gepflanzt, sondern in spezielle Körbe mit Gitterwänden, durch die das Wasser zirkulieren kann. Die Körbe halten die Erde zusammen und ermöglichen es dir, die Pflanze jederzeit umzusetzen oder herauszunehmen. Verschiedene Größen passend zur Sorte bekommst du unter diesem link*.

Die Pflanzung selbst: Fülle den Korb zu zwei Dritteln mit Teichpflanzerde. Setze das Rhizom so ein, dass die Wachstumsspitze – der hellere, frische Trieb – deutlich sichtbar bleibt und nach oben zeigt. Bedecke die Erde dann mit einer dünnen Schicht Kies oder grobem Sand, damit sie beim Absenken in den Teich nicht aufgewirbelt wird. Dann den Korb langsam ins Wasser absenken – zunächst nur in 20–30 cm Tiefe, damit die jungen Triebe genug Licht bekommen und gut anwachsen. Nach 2–4 Wochen kannst du ihn schrittweise auf die für die Sorte optimale Tiefe absenken.

Standort im Teich: Seerosen brauchen volle Sonne – mindestens vier, besser sechs Stunden direktes Sonnenlicht täglich. Schattierte Bereiche oder Standorte unter Bäumen sind ungeeignet. Platziere sie außerdem nicht direkt neben einem Teichfilter oder Wasserfall, da Seerosen ruhiges Wasser bevorzugen. Zu starke Strömung stört sie beim Wachsen und Blühen.

Wie tief dein Teich insgesamt sein sollte – auch mit Blick auf Überwinterung und Fischbesatz – erklärt unser Artikel Wie tief sollte ein Gartenteich sein?.

Seerosen pflegen: Das musst du das ganze Jahr über beachten

Sind Seerosen erst einmal gut etabliert, sind sie erstaunlich genügsam. Trotzdem gibt es ein paar Pflegemaßnahmen, die den Unterschied machen – zwischen einer Pflanze, die gerade so überlebt, und einer, die jedes Jahr üppig und ausdauernd blüht.

Düngung: Im Pflanzkorb stehen Seerosen auf begrenztem Substrat. Nach zwei bis drei Jahren nehmen die Nährstoffe ab und die Pflanze blüht spärlicher. Dann hilft spezieller Seerosen-Dünger in Form von Langzeit-Depotstäbchen, die du direkt in die Erde des Korbs steckst. Sie geben ihre Nährstoffe langsam ab, ohne das Wasser zu belasten. Gut bewertete Produkte von Herstellern wie Oase oder SeeKlar findest du hier*. Wichtig: Niemals Flüssigdünger direkt ins Teichwasser gießen – das löst nahezu immer eine massive Algenblüte aus.

Rückschnitt: Entferne regelmäßig vergilbte, braune oder abgestorbene Blätter. Sie verbrauchen Energie, die der Pflanze für neue Blüten fehlt, und setzen beim Zersetzen Schadstoffe ins Wasser frei. Am einfachsten schneidest du sie direkt am Blattstiel nahe am Rhizom ab. Dasselbe gilt für verwelkte Blüten: Wer sie zeitnah entfernt, regt die Pflanze zur Neubildung an – und die Blütezeit verlängert sich deutlich.

Teilen bei zu dichtem Wachstum: Seerosen können sich in wenigen Jahren stark ausbreiten. Wenn die Blätter sich überlappen, kaum noch Wasseroberfläche frei ist oder der Pflanzkorb zu eng wird, ist es Zeit zum Teilen. Im Frühjahr – bevor das neue Wachstum startet – den Korb herausnehmen, das Rhizom mit einem scharfen, sauberen Messer teilen und die Teilstücke neu einpflanzen. So gewinnst du gleichzeitig neue Pflanzen für andere Teichbereiche oder für den Austausch mit Nachbarn und Teichfreunden.

Schädlinge erkennen und handeln: Die häufigsten Probleme bei Seerosen im Gartenteich sind Blattläuse und der Seerosenblattfloh (Galerucella nymphaeae). Blattläuse bilden dichte Kolonien an den Blättern, der Blattfloh hinterlässt charakteristische Fraßlöcher. In kleinen Teichen hilft oft schon ein kräftiger Wasserstrahl, der die Tiere von den Blättern spült und ins Wasser treibt, wo Fische sie fressen. Chemische Mittel sind im Gartenteich grundsätzlich tabu – sie schaden dem gesamten Ökosystem, Fischen und Amphibien eingeschlossen.

Wasserqualität im Blick behalten: Seerosen zeigen dir durch ihre Entwicklung viel über den Zustand deines Teichs. Gelbliche Blätter können auf Nährstoffmangel oder einen falschen pH-Wert hinweisen. Der optimale pH-Bereich für Seerosen liegt zwischen 6,5 und 7,5. Ein einfaches Teich-Testset hilft dir, den Wert regelmäßig zu überprüfen – auch Online* erhältlich.

Willst du mehr über Gartenpflege rund um den Teich erfahren? In unserem Bereich Gartenpflege und Gartengestaltungfindest du viele weitere Tipps für deinen Außenbereich.

Bist du schon Teil unserer Bau mal Schlau Community? Dort tauschen sich täglich Gartenbesitzer, Teichfans und Hobbyplanzer über ihre Projekte aus – von der ersten Teichidee bis zur Seerosen-Pflege nach Jahren. Wenn du konkrete Fragen hast oder deine Erfahrungen teilen möchtest, bist du dort genau richtig.

Seerosen und das Teichökosystem: Warum die Balance entscheidend ist

Seerosen sind keine Einzelkämpfer. Sie funktionieren am besten im Zusammenspiel mit anderen Teichpflanzen, Fischen und Kleinstlebewesen. Wer seinen Gartenteich als lebendiges Ökosystem denkt, bringt Seerosen in die richtige Umgebung – und profitiert langfristig von einem stabilen, pflegeleichten Teich.

Ein gesunder Teich braucht Balance. Zu wenige Pflanzen und der Teich kippt durch Algenwachstum, zu viele und das Wasser wird anaerob und sauerstoffarm. Die Faustregel: Seerosen sollten etwa ein Drittel bis maximal die Hälfte der Wasseroberfläche bedecken. Den Rest kannst du freilassen oder mit Sumpfpflanzen am Rand ergänzen – Wasserschwertlilien, Rohrkolben oder Kalmus sind klassische und ökologisch wertvolle Begleitpflanzen.

Muscheln leisten ebenfalls einen nützlichen Beitrag zur Wasserqualität – sie filtern Schwebstoffe und klären das Wasser auf natürliche Weise. Mehr dazu liest du in unserem Artikel Muscheln im Gartenteich – sinnvoll oder nicht?

Zum Verhältnis Seerosen und Fische: Mit Goldfischen und Moderlieschen verstehen sich Seerosen hervorragend. Koi sind da etwas problematischer – sie wühlen gerne im Bodengrund und können junge Seerosen aus den Körben befreien. Wer Koi hält, sollte schwere Steine rund um die Körbe legen oder zum Schutz groben Schotter verwenden. Viele erfahrene Teichbesitzer entscheiden sich letztlich entweder für Koi oder für eine dichte Bepflanzung – beides gemeinsam dauerhaft erfolgreich zu betreiben ist anspruchsvoll.

Wenn du überlegst, deinen Teich komplett neu anzulegen oder grundlegend umzugestalten, ist professionelle Unterstützung oft Gold wert. Im Experten-Netzwerk von Bau mal Schlau findest du erfahrene Landschaftsarchitekten und Gartenplaner, die dein Projekt von der ersten Idee bis zur fertigen Bepflanzung begleiten. Gerade bei größeren Teichanlagen, naturnahen Biotopen oder komplexen Geländesituationen zahlt sich diese Beratung wirklich aus.

Seerosen im Winter: So kommen sie sicher durch die kalte Jahreszeit

Ob und wie du deine Seerosen überwintern musst, hängt davon ab, ob deine Sorte winterhart ist und wie tief dein Teich ist. Die gute Nachricht: Die meisten im Handel erhältlichen Seerosen-Hybriden sind in Deutschland grundsätzlich winterhart – vorausgesetzt, der Teich ist tief genug.

Die entscheidende Wassertiefe: Das Rhizom der Seerosenstaude muss unterhalb der Frostgrenze im Wasser liegen. In Deutschland gilt als Richtwert, dass der tiefste Punkt des Teichs mindestens 80–100 cm betragen sollte, damit das Wasser am Boden auch bei längeren Frostperioden nicht vollständig durchfriert. In milden Regionen wie dem Rheintal oder dem Bodenseegebiet reichen oft auch 60–70 cm. In rauen Lagen – Mittelgebirge, höhere Lagen, strenge Kontinentallagen – empfiehlt sich mindestens 1 Meter.

Was tun, wenn der Pflanzkorb zu flach steht?: Steht dein Korb in einem flacheren Teichbereich, hast du im Herbst zwei Möglichkeiten. Entweder du setzt den Korb vor dem ersten Frost in die tiefste Stelle des Teichs um. Oder du holst ihn heraus, entfernst die oberirdischen Teile und lagerst das Rhizom in einem Eimer mit leicht feuchter Teichpflanzerde an einem frostfreien Ort (Keller, Garage, kühles Treppenhaus). Im Frühjahr, sobald das Wasser dauerhaft über 10 °C ist, kommt es wieder raus und wird neu eingepflanzt.

Herbstpflege als Wintervorbereitung: Was viele vergessen: Vor dem Winter müssen alle abgestorbenen Blätter konsequent entfernt werden – bevor sie auf den Teichboden sinken. Faulende organische Substanz auf dem Teichboden setzt im Winter Methan und Schwefelwasserstoff frei, was besonders bei abgedeckten oder zugefrorenen Teichen zu Sauerstoffmangel führen kann. Das ist tödlich für überwinternde Fische und schadet dem gesamten Ökosystem. Nimm dir Ende Oktober eine Stunde Zeit und mach deinen Teich sauber – es lohnt sich im Frühjahr.

Frostschutz für den Teich: Bei anhaltenden Frostperioden solltest du den Teich nicht vollständig zufrieren lassen. Ein Teichheizstab oder ein einfaches Styropor-Schwimmstück hält eine kleine Öffnung im Eis frei, durch die Gase entweichen können. Das schützt die Fische und hilft auch den Seerosen-Rhizomen, die im Wasser überwintern.

Häufige Fehler beim Pflanzen und Pflegen von Seerosen

Aus langjähriger Beobachtung sind es meist dieselben Fehler, an denen Seerosen scheitern oder gar nicht erst richtig wachsen. Wer sie kennt, kann sie von Anfang an vermeiden.

Falscher Standort: Seerosen brauchen Sonne – wirklich volle Sonne. Steht der Teich im Halbschatten von Bäumen oder Mauern, werden die Pflanzen zwar Blätter entwickeln, aber kaum blühen. Außerdem bedeuten Bäume in der Nähe immer auch Herbstlaub im Teich – und das solltest du grundsätzlich vermeiden oder täglich abschöpfen.

Falsche Erde: Wir haben es schon erwähnt, aber es ist so wichtig: Keine normale Gartenerde, kein Kompost, keine Blumenerde. Nur spezielle Teichpflanzerde und eine dünne Kiesschicht obendrauf.

Zu tiefes Einsetzen am Anfang: Frisch gepflanzte Seerosen brauchen Licht, um anzuwachsen. Wer sie sofort in die volle Solltiefe setzt, riskiert, dass die Triebe das Licht nicht erreichen. Erst flach setzen, dann schrittweise tiefer.

Zu starkes Düngen: Seerosen sind keine Starkzehrer. Zu viele Nährstoffe führen zu üppigem Blattwachstum, aber wenig Blüten – und zu explodierendem Algenwachstum. Weniger ist hier deutlich mehr.

Den Pflanzkorb zu lange nicht teilen: Nach drei bis fünf Jahren ist der Korb oft zu eng, die Pflanze geschwächt und die Blütenzahl geht zurück. Regelmäßiges Teilen hält die Seerosen jung und blühfreudig.

Zu viele Pflanzen auf einmal: Ein klassischer Anfängerfehler. Den Teich sofort voll bepflanzen klingt verlockend – führt aber dazu, dass die Pflanzen um Platz und Licht konkurrieren. Besser mit weniger beginnen und die Entwicklung beobachten.

Wenn du unsicher bist, ob dein Teich richtig angelegt ist oder du Fragen zur konkreten Pflege hast, lohnt sich der Austausch in unserer Community. Dort beantworten erfahrene Gartenfreunde und Gartenexperten gerne deine Fragen – und manchmal ist es genau dieser Erfahrungsaustausch, der das Projekt zum Erfolg macht.

Das richtige Zubehör: Was du für Seerosen wirklich brauchst

Gutes Zubehör macht das Pflanzen und Pflegen von Seerosen einfacher und erfolgreicher. Diese Produkte brauchst du wirklich:

Teichpflanzkörbe: Seerosen wachsen am besten in Körben mit gitterförmigen Wänden, durch die Wasser zirkulieren kann. Verschiedene Größen für verschiedene Sorten bekommst du bei Online*.

Teichpflanzerde: Nährstoffarmes Spezialsubstrat für Wasserpflanzen – erhältlich bei Amazon im Teichbereich*.

Seerosenstauden: Als Rhizom oder fertig vorgezogen. Auf Amazon* gibt es eine breite Auswahl verschiedener Sorten, bequem nach Hause geliefert.

Seerosen-Dünger: Depot-Stäbchen für den Pflanzkorb. Gute Produkte von Oase oder vergleichbaren Teichspezialisten auf Amazon*.

Teichschere: Zum Zurückschneiden abgestorbener Blätter und Blüten. Wichtig: langer Griff, damit du auch ohne Waten in den Teich gut rankommst. Bei OBI* findest du eine gute Auswahl.

Wassertest-Set: Um pH-Wert und Wasserqualität im Blick zu behalten. Bei OBI* erhältlich.

Wer seinen Garten und die Terrasse rund um den Teich ebenfalls aufwerten möchte, findet in unserem Terrassenbereich viele Ideen für Gestaltung, Materialauswahl und Pflege.

FAQ: Häufige Fragen zu Seerosen im Gartenteich

Wann blühen Seerosen?
Die Hauptblütezeit liegt zwischen Juni und September. Einzelne Frühblüher starten schon im Mai, manche Sorten blühen bis in den Oktober. Die Blüten öffnen sich morgens und schließen sich am Nachmittag oder Abend. Eine einzelne Blüte hält drei bis fünf Tage.

Wie viele Seerosen brauche ich für meinen Teich?
Als Orientierung gilt: Eine mittelgroße Staude bedeckt etwa 0,5–1 m² Wasseroberfläche. Insgesamt sollten Seerosen nicht mehr als die Hälfte der Teichfläche bedecken, damit ausreichend Licht ins Wasser gelangt und die Fische freien Schwimmraum haben.

Warum blühen meine Seerosen nicht?
Die häufigsten Ursachen sind zu wenig Sonnenlicht, zu viele Nährstoffe im Wasser (Algenproblematik), eine falsche Pflanztiefe oder ein Pflanzkorb, der inzwischen zu eng für die gewachsenen Wurzeln ist. Im letzten Fall hilft Umtopfen in einen größeren Korb.

Kann ich Seerosen auch in einem Mini-Teich oder Kübel halten?
Ja, für kleine Behälter und Zubertiche gibt es speziell gezüchtete Zwerg-Seerosen, die auch in 20–40 cm Wassertiefe blühen. Das Gefäß sollte aber mindestens 60–80 Liter fassen, damit die Wassertemperatur stabil bleibt und die Pflanze genug Raum hat.

Sind Seerosen winterhart?
Die meisten im Handel erhältlichen Hybrid-Seerosen sind in Deutschland winterhart, wenn die Pflanztiefe ausreichend ist (Rhizom unterhalb der Frostgrenze). Tropische Seerosen hingegen müssen ins Haus geholt werden – diese werden aber im Gartenhandel hierzulande kaum angeboten.

Vertragen sich Seerosen mit Goldfischen und Koi?
Mit Goldfischen vertragen sich Seerosen sehr gut. Bei Koi ist Vorsicht geboten, da sie Körbe umgraben. Schutzmaßnahmen wie schwere Steine um den Korb oder groben Kies als Abdeckung können helfen.

Wie lange wachsen Seerosen, bis sie blühen?
Frisch eingepflanzte Seerosen brauchen in der Regel eine Saison, um richtig anzuwachsen. Im zweiten Jahr blühen sie meist das erste Mal – ab dem dritten Jahr zeigen sie ihr volles Potenzial.

Wie erkenne ich, ob meine Seerose krank ist?
Gelbe Blätter können auf Nährstoffmangel oder falschen pH-Wert hinweisen. Löchrige Blätter deuten auf Fraßschäden durch Blattläuse oder Seerosenblattfloh hin. Ausbleibende Blüten trotz guter Bedingungen sind oft ein Zeichen, dass der Pflanzkorb zu klein geworden ist oder die Pflanze geteilt werden sollte.

Fazit: Seerosen – der schönste Weg, deinen Gartenteich zu vervollständigen

Seerosen machen einen Gartenteich erst zu dem, was er sein soll: ein lebendiger, naturnaher Ruhepol im Garten. Sie verbinden optische Schönheit mit echtem ökologischem Nutzen, helfen das Wasser klar zu halten, bieten Lebensraum und machen den Teich zum Blickfang von Frühjahr bis Herbst. Wer die Grundregeln – Sonnenlage, sortengerechte Pflanztiefe, richtige Erde, maßvolles Düngen und korrekte Überwinterung – von Anfang an beachtet, wird viele Jahre Freude an seinen Seerosen haben.

Tiefer in die Welt des Gartenteichs einsteigen? Unser Teich-Ratgeber liefert dir alles Wichtige rund um Planung, Technik und Bepflanzung.

Für die Planung einer größeren Teichanlage oder wenn du dir bei der Gestaltung und Bepflanzung professionelle Unterstützung wünschst, ist unser Experten-Netzwerk die richtige Adresse. Dort findest du Landschaftsarchitekten und erfahrene Gartenplaner, die dein Projekt kompetent begleiten – von der Teichform über die Abdichtung bis zur richtigen Pflanzenauswahl.

Und weil Teichthemen so viele Fragen aufwerfen: Unsere Community ist ein aktiver Treffpunkt für alle, die ihren Garten und Teich mit Herzblut gestalten. Stell deine Fragen, teile Fotos und profitiere von der Erfahrung anderer – du wirst überrascht sein, wie viel Wissen dort versammelt ist.

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